Montenegro Roadtrip: Von der Bucht von Kotor bis zum Durmitor

Montenegro ist ein kleines Land: Morgens kann man in der Adria baden und abends den Sonnenuntergang auf zweitausend Metern Höhe im Durmitor erleben. Ich bin von Süden nach Norden gefahren – von der Bucht von Kotor über Sveti Stefan, die Moraca-Schlucht und Kolasin bis nach Zabljak. In diesem Artikel gebe ich einen Überblick über die gesamte Route und die Orte, für die sich ein Stopp unterwegs wirklich lohnt.

Insel Sveti Stefan von den Küstenfelsen aus gesehen, Montenegro
Die Insel Sveti Stefan – Blick von den Felsen an der Küste

Warum Montenegro perfekt für einen Roadtrip ist

Die Entfernungen sind klein: Von der Küste bis in die Berge sind es nur etwa drei Stunden Fahrt. Und genau dieser Kontrast macht den Reiz des Landes aus – auf einer einzigen Reise bekommt man zwei völlig verschiedene Welten. Unten venezianische Städtchen mit Ziegeldächern und Olivenbäumen, oben Almwiesen, Canyons und kahle Felsgrate.

Ich war mit dem Auto unterwegs, ohne festen Plan: ein paar Tage an der Küste, dann die Fahrt nach Norden mit Zwischenstopps. Hier sind alle Orte, die ich nicht verpassen würde – in der Reihenfolge, in der sie auf dem Weg vom Meer in die Berge liegen.

Die Bucht von Kotor – das venezianische Montenegro

Die Bucht von Kotor ist ein Fjordarm, der sich fast dreißig Kilometer tief in die Berge schneidet. Am Wasser reihen sich alte Städte aneinander: Herceg Novi, Perast, Kotor. Über die Bucht habe ich einen eigenen ausführlichen Guide geschrieben – Bay of Kotor: der komplette Reiseführer für Perast, Kotor und Herceg Novi -, deshalb fasse ich hier nur das Wichtigste zusammen.

Perast mit dem Kirchturm vom Wasser aus gesehen, Bucht von Kotor
Perast vom Wasser aus – der Glockenturm der Nikolauskirche ist von jedem Punkt der Bucht zu sehen

Der stärkste Eindruck – und meine dringendste Empfehlung – ist, die Bucht vom Wasser aus zu erleben. Eine Boots- oder Yachttour eröffnet eine völlig andere Perspektive: Die Städte säumen das Ufer vor der Bergkulisse, die Ziegeldächer ziehen sich direkt an der Wasserlinie entlang, und erst von hier begreift man, wie riesig die Bucht wirklich ist.

Perast und die Insel Maria vom Felsen – steinerne Details, die mehrere Jahrhunderte alt sind

Gegenüber von Perast liegt die künstlich aufgeschüttete Insel Gospa od Skrpjela – Maria vom Felsen. Sie wurde Stein für Stein um ein Riff herum aufgeschüttet; der Legende nach fanden Seeleute dort eine Ikone. Heute stehen auf der Insel eine Kirche und ein kleines Museum, die Boote fahren direkt von der Promenade in Perast ab – man kommt also auch ohne eigene Yachttour hin.

Insel Maria vom Felsen mit Kirche, Bucht von Kotor, Montenegro
Maria vom Felsen – die einzige künstlich angelegte Insel der Adria

Die Promenade von Perast und stille Ankerplätze vor der Küste

Segeltörn bei Sonnenuntergang auf einer Yacht in der Bucht von Kotor
Sonnenuntergang an Bord einer Yacht – um diese Zeit ist die Bucht fast leer

Herceg Novi

Ein bezauberndes kleines Städtchen mit dieser typisch langsamen, entschleunigten Atmosphäre. Es liegt am Eingang der Bucht und wurde an den Hang gebaut – statt Straßen gibt es hier vor allem Treppen, man steigt ständig auf und ab. Die Altstadt selbst ist überschaubar, in ein paar Stunden hat man alles gesehen.

Herceg Novi: Villen am Hang, der Uhrturm Sat Kula und Glockentürme über dem Meer

Kuppeln, Steinhäuser und alte Türen, umrankt von Wein

Kotor

Ein absolutes Muss – eine mittelalterliche Stadt hinter Festungsmauern, die zum UNESCO-Welterbe gehört. Hier fahren nicht einmal Autos! Deshalb ist das Bummeln durch die engen Gassen so angenehm und vor allem so schön – man fühlt sich wie in eine ferne Vergangenheit versetzt. Und steigen Sie unbedingt zur Festung des heiligen Johannes hinauf: über tausend Stufen, aber von oben überblickt man die gesamte Bucht – vermutlich der beste Ausblick auf die Bucht von Kotor überhaupt.

Das geschnitzte Portal über einer alten Tür und die Kathedrale des heiligen Tryphon – die Hauptkirche Kotors, fast neun Jahrhunderte alt

Die Gassen der Altstadt und die Ziegeldächer, gesehen vom Weg zur Festung

Kirche der Muttergottes der Genesung oberhalb von Kotor mit Blick auf die Bucht
Die Kirche Gospa od Zdravlja am Festungsweg – ungefähr auf halber Höhe des Aufstiegs

In Kotor und Perast leben gefühlt mehr Katzen als Menschen. Sie sind hier das Wahrzeichen der Stadt: Sie schlafen auf Mauern, auf Bänken und vor den Kircheneingängen.

Katzen und Rosen – ständige Begleiter bei Spaziergängen durch die alten Städte der Bucht

Lustica und die Aussichtspunkte über der Bucht

Die Halbinsel Lustica ist die stille Seite der Bucht: Olivenhaine, steinerne Dörfer und Aussichtspunkte, von denen man gleich mehrere Buchten auf einmal überblickt.

Ausblicke von der Straße über Lustica: Buchten, Segelboote und kleine Festungsinseln

Zu den einfachen Freuden an der Küste gehören das Eis von Moritz Eis an der Promenade von Perast und die Desserts in den Restaurants direkt über dem Wasser.

Roter Fruchtsorbet im Moritz-Eis-Becher an der Promenade von Perast
Sorbet von Moritz Eis – eine kleine Kette, die in Montenegro jeder kennt
Dessertteller mit Kuchen und Eis in einem Restaurant am Wasser, Bucht von Kotor
Dessert an einem Tisch direkt über dem Wasser – solche Restaurants gibt es in der Bucht viele

Praktische Informationen – Bucht von Kotor

  • Zeitbedarf: mindestens 2-3 Tage für die Bucht
  • Boot nach Maria vom Felsen: ab der Promenade von Perast, €5-10 hin und zurück
  • Aufstieg zur Festung von Kotor: €8-15, 45-60 Minuten bis nach oben
  • Ausführlicher Guide: Bay of Kotor – der komplette Reiseführer

Sveti Stefan – die Postkarteninsel der Riviera von Budva

Südlich von Budva liegt Sveti Stefan – ein befestigtes Fischerdorf aus dem fünfzehnten Jahrhundert auf einer kleinen Insel, die über eine schmale Sandbank mit dem Festland verbunden ist. In den Sechzigerjahren wurde das Dorf in ein Hotel verwandelt, Sophia Loren und Elizabeth Taylor stiegen hier ab. Heute ist die Insel für Besucher gesperrt – aber das Beste sind ohnehin die Ausblicke vom Ufer.

Insel Sveti Stefan mit Steinhäusern und roten Dächern vom Küstenweg aus
Sveti Stefan: Steinhäuser aus dem fünfzehnten Jahrhundert auf einer Insel, zu der eine Sandbank führt

Entlang der Küste verläuft ein Uferweg durch Pinienhaine und den Milocer-Park – meine wichtigste Empfehlung hier. Der Weg schlängelt sich über dem Wasser entlang, zwischen den Pinien öffnen sich Blicke auf die Insel und die Strände, und selbst in der Hochsaison sind nur wenige Menschen unterwegs.

Strände und Pinien entlang des Weges bei Sveti Stefan

Küste Montenegros mit Pinien und Felsen im Abendlicht
Die Küste beim Milocer-Park am späten Nachmittag

Abendessen mit Blick auf Sveti Stefan – Muse Restaurant & Bar

Auf dem Hügel über der Insel liegt die Muse Restaurant & Bar – ein Restaurant mit einer Terrasse, von der aus man Sveti Stefan in seiner ganzen Pracht sieht. Ich kam zum Sonnenuntergang und blieb bis zur Dunkelheit: Die Sonne versinkt genau hinter der Insel, und danach gehen unten die Lichter der Küste an. Das Restaurant empfehle ich in erster Linie genau wegen dieses Ausblicks!

Sonnenuntergang über der Insel Sveti Stefan von der Terrasse des Restaurants Muse
Sonnenuntergang über Sveti Stefan von der Terrasse des Muse

Drinnen ein intimer Saal – aber die besten Tische stehen an der offenen Terrasse

Oktopusgericht mit Cremesauce auf weißem Teller im Restaurant Muse
Oktopus – die Küche hier ist mediterran, mit lokalem Fisch und Meeresfrüchten

Fisch zum Sonnenuntergang und das Dessert schon mit Nachtblick auf die Insel

Praktische Informationen – Sveti Stefan

  • Uferweg: Punkt auf Google Maps, der Spaziergang ist kostenlos
  • Muse Restaurant & Bar: Website und Reservierung, einen Tisch an der Terrasse besser im Voraus reservieren
  • Anfahrt: etwa zehn Kilometer von Budva über die Küstenstraße

Die Fahrt von der Küste in den Durmitor

Die Strecke vom Meer nach Norden ist ein Erlebnis für sich – keine bloße Überführungsetappe. Hinter Podgorica steigt die Straße in die Berge an und folgt danach fast durchgehend den Canyons. Auf diesem Abschnitt gibt es drei Stopps, die ich fest einplanen würde.

Der Canyon des Flusses Moraca – Aussichtspunkt Platije

Hinter Podgorica führt die Straße in die Moraca-Schlucht hinein. Der Abschnitt heißt Platije: Die Straße windet sich am Rand der Schlucht entlang, tief unten fließt der türkisfarbene Fluss zwischen weißen Felsen. Der bekannteste Aussichtspunkt ist Panorama Kanjon Rijeke Morača – dort gibt es eine Parkbucht, man kann in Ruhe aussteigen und in die Tiefe schauen.

Die Moraca im Platije-Canyon – das Wasser bleibt selbst im Hochsommer türkis

Kolasin 1450 – mit der Seilbahn auf die Bjelasica

Beim Städtchen Kolasin liegt das Bergresort Kolašin 1450. Im Winter ist es ein Skigebiet, im Sommer bringt die Seilbahn Besucher hinauf auf die Kämme der Bjelasica. Für mich war das einer der überraschendsten Stopps der Route: kaum Menschen, und oben grüne Bergrücken bis zum Horizont, der Weg zum Gipfel Troglav und Ausblicke auf die Massive Komovi und Prokletije – fast wie in den Alpen, nur ohne die Menschenmassen. Ich empfehle sehr, auf dem Weg von der Küste nach Zabljak hier vorbeizuschauen.

Oben an der Seilbahn Kolašin 1450 – Wiesen und die Kämme der Bjelasica ganz ohne Touristenströme

Lila Wildblumen im Gras auf dem Berg Bjelasica
Almwiesen an der Bergstation – im Juli blüht hier alles

Praktische Informationen – Kolašin 1450

  • Panoramafahrt: etwa €8 für Erwachsene, €5 für Kinder
  • Saison: im Sommer fährt die Seilbahn täglich, ungefähr von Juni bis September
  • Oben: leichter Weg zum Gipfel Troglav (2075 m), Ausblicke auf Komovi und Prokletije
  • Lage: 10 Autominuten von der Stadt Kolasin, direkt an der Strecke zwischen Podgorica und Zabljak

Die Djurdjevica-Brücke über die Tara

Kurz vor dem Durmitor überquert die Straße den Tara-Canyon auf der Djurdjevica-Brücke – einem Betonbogen, der sich rund hundertsiebzig Meter über dem Fluss spannt. Die Brücke wurde Ende der Dreißigerjahre gebaut und war damals die größte Straßenbogenbrücke Europas. Der Tara-Canyon ist der tiefste Europas – nur der Grand Canyon ist noch tiefer. Fotos von diesem Ort habe ich leider keine, aber ich erwähne ihn trotzdem, damit Sie ihn fest in Ihren Plan aufnehmen.

An der Brücke gibt es Aussichtsplattformen auf beiden Seiten, Cafés und eine Zipline über den Canyon – eine der längsten Europas.

Praktische Informationen – Tara-Brücke

  • Lage: an der Strecke Mojkovac – Zabljak, etwa 23 km von Zabljak
  • Besichtigung der Brücke: kostenlos, Parkplätze an den Aussichtspunkten
  • Zipline: rund 1200 Meter über den Canyon, in der Saison in Betrieb

Der Durmitor – der Gipfel der Route

Der Endpunkt: der Nationalpark Durmitor und das Städtchen Zabljak, der Ausgangspunkt für alle Bergtouren. Hier beginnen Felskare, Gletscherseen und Pässe. Über den Durmitor habe ich zwei eigene Artikel geschrieben: eine Tagesroute durch den Durmitor und Zabljak und einen Artikel über den Sedlo-Pass – die schönste Bergstraße des Landes.

Felsmassiv des Durmitor mit gestreiften Kalksteingipfeln
Das Felskar des Durmitor – die Landschaft dort oben wirkt gar nicht balkanisch, sondern eher alpin
Wanderweg zwischen Wildblumen zu einem Felsgipfel im Durmitor
Die Wanderwege beginnen hier direkt an der Passstraße

Von Zabljak selbst bringt die Seilbahn Savin Kuk hinauf auf den Bergkamm. Von der Bergstation blickt man auf der einen Seite auf das Plateau von Zabljak – gelbe Felder und die Punkte der Häuser -, auf der anderen auf die grauen Felsgrate des Massivs. Oben beginnen kurze Spazierwege über den Kamm.

Blick über das Plateau von Zabljak von der Seilbahn Savin Kuk, Durmitor
Blick vom Aufstieg auf den Savin Kuk – das Plateau von Zabljak mit gelben Feldern in der Tiefe

Die Straße P14 über den Sedlo-Pass ist der Grund, warum sich der Durmitor sogar ohne Trekking lohnt: Enge Serpentinen schrauben sich auf fast zweitausend Meter Höhe, oben grasen Pferde und selbst im Sommer liegen noch Schneefelder. Ich sage sogar mehr – nach der Bucht von Kotor ist das der zweite Ort, für den man eigens nach Montenegro reisen sollte!

Ganz in der Nähe der P14 liegt noch ein Punkt, den man leicht übersieht – der Aussichtspunkt Babina Greda. Von der Straße führen ein paar Kilometer Schotterpiste dorthin, dann kommt der Abgrund: unten der Komarnica-Canyon mit fast senkrechten Wänden, gegenüber die Felswand Boljska Greda. Geländer gibt es keine, Menschen fast auch nicht – in der ganzen Zeit fuhr genau ein Auto an mir vorbei.

Der Aussichtspunkt Babina Greda: Der Komarnica-Canyon zieht sich zwischen grünen Terrassen in die Ferne

Der Canyonrand bei Babina Greda: Im Sommer blühen die Hänge, zum Sonnenuntergang wird das Gras golden

Gleich nebenan liegt der Canyon des Flusses Piva mit seinem türkisfarbenen Stausee: Die Straße dorthin wurde durch Tunnel direkt in den Fels geschlagen, und über den See spannt sich eine hohe Brücke.

Der Piva-See: die Brücke über den Canyon und die Bögen der alten Felstunnel

Vollmond über goldenen Berghängen an der Straße vom Gipfel Prutas, Durmitor
Malerische Landschaften auf der Fahrt vom Berg Prutas

Die schönste Zeit im Durmitor ist der Abend. Ich bin zum Sonnenuntergang auf den Sedlo hinaufgefahren: Das Gras wird golden, die Bergkämme verschwinden schichtweise im Dunst, und über den Felsen steigt der Mond auf.

Sonnenuntergang am Sedlo-Pass – am Aussichtspunkt steht eine einsame Bank

Mond über den Felswänden des Durmitor bei Sonnenuntergang
Der Mond steigt schon vor Einbruch der Dunkelheit über die Felsen
Goldene Hügel und Canyonrand bei Sonnenuntergang im Durmitor
Das letzte Licht auf den Hängen über dem Canyon
Lila Wildblumen im Gegenlicht des Sonnenuntergangs in den Durmitor-Bergen
Abendwiesen im Durmitor – im August ist das Gras schon golden

Praktische Informationen – Durmitor

  • Basis: Zabljak, etwa 150 km von Podgorica (2,5-3 Stunden)
  • Eintritt in den Nationalpark: €5
  • Sedlo-Pass (Straße P14): geöffnet ungefähr von Mai bis Oktober
  • Aussichtspunkt Babina Greda: Abzweig von der P14, etwa 2,5 km Schotterpiste, GPS 43.1894, 18.8611, kostenlos
  • Mehr dazu: Guide für Durmitor und Zabljak und Artikel über den Sedlo-Pass

Tipps für die Route

  • Ohne Auto geht es nicht: Zwischen den Städten fahren zwar Busse, aber alle Aussichtspunkte, Pässe und die Seilbahn Kolašin 1450 sind nur mit dem Auto erreichbar
  • Beste Reisezeit: Juni und September – warm genug am Meer und in den Bergen, aber weniger voll als im Juli und August
  • Zeitbedarf: entspannt sind sieben bis zehn Tage: 3-4 Tage an der Küste, ein Tag für die Fahrt mit Stopps, 2-3 Tage für den Durmitor
  • Kleidung: selbst im Sommer sind es oben im Durmitor abends nur etwa +10 Grad – warme Sachen einpacken
  • Tanken: im Norden gibt es wenige Tankstellen – am besten in Kolasin oder Zabljak volltanken
  • Geld: In Montenegro zahlt man mit dem Euro; in Bergcafés und an Parkplätzen ist Bargeld praktisch

Statt eines Fazits

Montenegro ist einer der seltenen Fälle, in denen man in einer Woche venezianische Städte am Meer, Canyons und richtige Berge sehen kann – ohne lange Fahrten und komplizierte Logistik. Wenn Sie noch überlegen, wo Sie Ihre Balkan-Entdeckung beginnen sollen – fangen Sie hier an.

FAQ

Wie viele Tage braucht man für die Route durch Montenegro?

Das komfortable Minimum ist eine Woche: ein paar Tage für die Bucht von Kotor und die Küste, ein Tag für die Fahrt nach Norden mit Stopps und zwei bis drei Tage für den Durmitor. Mit zehn Tagen sieht man alles ganz ohne Eile.

Braucht man für eine Reise durch Montenegro ein Auto?

Ja, für diese Route ist ein Auto praktisch unverzichtbar. Busse verbinden die größeren Städte, aber die Aussichtspunkte in den Canyons, der Sedlo-Pass und die Seilbahn Kolašin 1450 sind ohne Auto nicht erreichbar.

Was kann man auf der Fahrt von der Küste in den Durmitor sehen?

Drei Hauptstopps: der Aussichtspunkt Platije über der Moraca-Schlucht, die Seilbahn Kolašin 1450 mit Blick auf die Bjelasica und die Djurdjevica-Brücke über den Tara-Canyon. Alle liegen direkt an der Hauptstrecke.

Lohnt sich Kolašin 1450 im Sommer?

Ja, das ist einer der am meisten unterschätzten Stopps der Route. Die Panoramafahrt kostet etwa €8, es sind kaum Menschen unterwegs, und oben warten die Wiesen der Bjelasica, der Weg zum Gipfel Troglav und Ausblicke auf gleich mehrere Bergmassive.

Kann man die Insel Sveti Stefan betreten?

Die Insel selbst wird von einem Hotel belegt und ist für Besucher gesperrt. Die besten Ausblicke gibt es aber ohnehin vom Ufer: vom Uferweg durch den Milocer-Park und von den Restaurantterrassen auf dem Hügel, zum Beispiel der Muse Restaurant & Bar.

Wann ist die beste Reisezeit für Montenegro?

Juni und September sind die optimalen Monate: Das Meer ist schon warm, die Bergstraßen sind offen, und es sind weniger Touristen unterwegs als in der Hochsaison. Der Sedlo-Pass und die Hochgebirgsstraßen sind ungefähr von Mai bis Oktober befahrbar.

Wie anspruchsvoll ist die Fahrt von der Küste in die Berge?

Die Straßen sind asphaltiert, aber schmal und kurvenreich, besonders in der Moraca-Schlucht und am Sedlo-Pass. Erfahrung mit Bergstraßen hilft, aber bei ruhigem Tempo schaffen die Route auch Anfänger.

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