Durmitor und Žabljak, Montenegro: Tagesroute und beste Aussichtspunkte

Der Durmitor ist Montenegros wichtigster Gebirgspark: mehr als vierzig Gipfel über zweitausend Metern, achtzehn Gletscherseen und eine einzige Straße, die mitten hindurchführt. Žabljak ist die kleine Stadt am Rand des Parks – die Basis, in der man übernachtet. In diesem Beitrag geht es darum, was man hier sieht und wie man das Wichtigste an einem Tag unterbringt.

Hiking trail through wildflowers towards a rocky peak in Durmitor National Park, Montenegro
Der Weg oben an der Bergstation. Von hier starten kurze Touren entlang des Grats

Žabljak oder Durmitor – wo ist der Unterschied

Žabljak ist eine Stadt. Klein, rund fünfzehnhundert Einwohner, auf etwa eineinhalb Kilometern Höhe – die höchstgelegene Stadt des Balkans. Hotels, Apartments, zwei Supermärkte, Cafés und eine Tankstelle. In der Stadt selbst gibt es nichts zu sehen.

Durmitor ist das Bergmassiv und der Nationalpark drumherum. Alles, wofür man herkommt, liegt im Park: Seen, Pässe, Schluchten, Gipfel. Der Park gehört zum UNESCO-Welterbe, zusammen mit der Tara-Schlucht, der tiefsten Europas. Mit rund 1.300 Metern ist sie tiefer als jede Schlucht in den Alpen.

Also ja: das alles ist der Durmitor. In Žabljak schläft und frühstückt man, morgens fährt man in den Park.

Der Durmitor wurde 1952 Nationalpark und kam 1980 auf die UNESCO-Liste. Die achtzehn Gletscherseen im Massiv nennen die Einheimischen „Bergaugen“.

Kurz gefasst: was man im Durmitor sieht

  • Seilbahn Savin Kuk – ohne Wanderung über zweitausend Meter hinauf, 1,5-2 Stunden
  • Schwarzer See – der am leichtesten erreichbare Ort im Park, eine Runde am Ufer dauert eine Stunde
  • Die Passstraße P14 über den Sedlo-Pass – rund fünfzig Kilometer von Žabljak nach Plužine, die zentrale Panoramastrecke
  • Piva Canyon Viewpoint – Aussichtspunkt über dem Piva-See, gleich hinter dem Pass
  • Babina Greda – Aussichtspunkt über der Komarnica-Schlucht, abseits der Straße und fast menschenleer
  • Bobotov Kuk – 2.523 m, der einzige ernsthafte Aufstieg im Massiv, dafür braucht man einen eigenen Tag
  • Đurđevića-Tara-Brücke und die Tara-Schlucht – vierzig Kilometer nördlich, Rafting und Zipline

Alles außer Bobotov Kuk und Tara passt mit dem Auto in einen Tag. Der Reihe nach, wie es vor Ort aussieht.

Seilbahn Savin Kuk: der einfachste Weg nach oben

Die Seilbahn ist die einzige Möglichkeit, ohne Wanderung über zweitausend Meter zu kommen – deshalb beginnt man den Tag am besten dort.

Die Talstation liegt ein paar Kilometer vom Zentrum Žabljaks entfernt, am Fuß der Skipiste. Die Bahn hat zwei Sektionen: die untere führt auf etwa neunzehnhundert Meter, die obere fast auf zweitausendzweihundert. Es sind offene Zweiersessel, die ganze Fahrt dauert rund zwanzig Minuten.

Oben erwartet einen ein steiniges Plateau mit spärlichem Gras und kurzen Wegen entlang des Grats. Nach Süden zackige Kämme, graue Kalksteinwände und Karsttrichter dazwischen. Nach Norden das Plateau von Žabljak: gelbe Felder, Häuser als Punkte, dazu die Straße Richtung Tara-Schlucht.

Rocky limestone ridges of the Durmitor massif seen from Savin Kuk, Montenegro
Die Kämme des Massivs südlich der Bergstation
View down onto the Zabljak plateau from the Savin Kuk cable car, Durmitor
In die andere Richtung – das Plateau von Žabljak unten

Die obere Sektion läuft nicht jeden Tag, und an der Kasse wird das nicht immer erwähnt. Fragen Sie gezielt danach und vergewissern Sie sich beim Einstieg noch einmal beim Personal.

Praktische Informationen: Seilbahn Savin Kuk

  • Wo: rund 2 km vom Zentrum Žabljaks, Skizentrum Savin Kuk
  • GPS: 43.1305, 19.0836
  • Öffnungszeiten im Sommer: 10:00-16:00, täglich
  • Preis: etwa 10 EUR für Hin- und Rückfahrt, ermäßigt für Kinder
  • Dauer: 1,5-2 Stunden inklusive Spaziergang oben
  • Wichtig: bei Regen und Wind wird die Bahn angehalten, auch wenn unten die Sonne scheint. Oben ist es 8-10 Grad kälter – Jacke mitnehmen

Bobotov Kuk: der einzige ernsthafte Aufstieg im Durmitor

Eine echte Besteigung gibt es hier im Grunde nur eine – den Bobotov Kuk mit 2.523 Metern. Er ist der höchste Punkt des Massivs und galt lange als höchster Punkt des Landes, bis die Gipfel der Prokletije im Osten neu vermessen wurden; seither steht Zla Kolata an erster Stelle. Der Beliebtheit hat das nicht geschadet: fast jeder, der wegen der Berge nach Žabljak kommt, geht hierher.

Es gibt zwei Ausgangspunkte. Vom Schwarzen See aus ist es ein ganzer Tag und rund zwanzig Kilometer. Vom Sedlo-Pass, zu dem man fahren kann, sind es etwa sechs Kilometer pro Richtung, ungefähr siebenhundert Höhenmeter und sechs bis acht Stunden für die Runde. Fast alle wählen die zweite Variante.

Leicht ist die Tour nicht. Die erste Hälfte ist ein ruhiger Weg über ein steiniges Plateau, danach kommt ein steiler Anstieg durch Geröll, schmale Bänder über dem Abgrund und Passagen mit Stahlseilen, an denen man sich tatsächlich festhalten muss. Ausrüstung und Klettertechnik braucht man nicht, aber bei Höhenangst sollte man diese Tour auslassen.

Praktische Informationen: Aufstieg auf den Bobotov Kuk

  • Gipfelhöhe: 2.523 m
  • Start: Sedlo-Pass (kurze Variante) oder Schwarzer See (lange Variante)
  • Entfernung ab Sedlo: 6 km pro Richtung, 12 km Runde
  • Höhenmeter: etwa 730 m
  • Dauer: 6-8 Stunden hin und zurück
  • Schwierigkeit: überdurchschnittlich, mit Stahlseilen und ausgesetzten Bändern
  • Mitnehmen: mindestens 2 Liter Wasser pro Person, Wanderschuhe, Windjacke, Proviant. Unterwegs gibt es kein Wasser
  • Wann: Juni bis Oktober. Im Frühsommer liegt an den Nordhängen noch Schnee

Ich bin nicht auf den Gipfel gestiegen – an dem Tag habe ich die Straße statt des Wegs gewählt.

Die Passstraße P14 über den Sedlo-Pass

Von Žabljak führt die P14 nach Westen, rund fünfzig Kilometer bis in die Stadt Plužine. Sie steigt auf den Sedlo-Pass auf etwa neunzehnhundert Meter und fällt danach in Serpentinen zum Piva-See ab.

Asphalt ist vorhanden, aber die Straße ist schmal, hat Schlaglöcher, keine Leitplanken über den Abgründen und mehrere unbeleuchtete Tunnel. Manchmal kommt man an einem entgegenkommenden Auto nur vorbei, wenn einer zurückstößt. Schwierig zu fahren ist sie trotzdem nicht, solange man sich Zeit lässt.

Über den Pass selbst habe ich einen eigenen Beitrag – Saddle Pass in Durmitor, Montenegro, dort geht es um die Straße, die Saison und die Aussicht von beiden Seiten. Hier geht es um das, was hinter dem Pass liegt: dorthin fahren die meisten gar nicht mehr.

Piva Canyon Viewpoint: der erste Halt hinter dem Pass

Hinter dem Pass geht die Straße bergab, und rechts taucht Wasser auf – leuchtend türkis, eingeklemmt zwischen bewaldeten Hängen. Das ist der Piva-See.

Er ist künstlich: In den Siebzigern wurde die Piva gestaut, das Wasser stieg und überflutete einen Teil der Schlucht. Die Mratinje-Staumauer gehört mit über zweihundert Metern zu den höchsten Europas. Die Farbe kommt vom Kalkstein, und sie sieht in echt genauso aus.

Piva Canyon road carved into the cliff above the turquoise lake, Montenegro
Die Straße ist direkt in den Fels über dem Wasser geschlagen. Mehrere ihrer Kehren sind von hier zu sehen

Der Aussichtspunkt ist auf Karten als Piva canyon viewpoint eingetragen, etwa fünf Kilometer von Plužine entfernt. Die Ausfahrt ist kurz, es gibt Platz für ein paar Autos und einen Holzunterstand mit Tisch. Zu sehen sind die enge Stelle der Schlucht, die Brücke über den See und die in den Fels geschlagenen Tunnel.

Piva Lake between steep green slopes with a bridge and rock tunnel, Montenegro
Brücke und Felstunnel – beide auf der Straße Richtung Plužine
Gravel parking area with a wooden shelter at Piva Canyon viewpoint, Montenegro
Der Unterstand mit Tisch, direkt an der Straße
Bridge across Piva Lake seen from above with Pluzine town on the far shore
Blick hinunter auf die Brücke. Am gegenüberliegenden Ufer liegt Plužine

Praktische Informationen: Piva Canyon Viewpoint

  • GPS: 43.1741, 18.8581
  • Wo: an der Straße P14, rund 5 km von Plužine
  • Eintritt: frei, Parken kostenlos
  • Dauer: 20-30 Minuten
  • Wichtig: zwischen Aussichtspunkt und Plužine liegen mehrere unbeleuchtete Tunnel, Licht rechtzeitig einschalten

Babina Greda: der Ort, für den sich das Abbiegen lohnt

Der Aussichtspunkt Babina Greda liegt abseits der Hauptstraße – man biegt ab und fährt noch zweieinhalb Kilometer. Das Schild ist klein, Autos gibt es dort kaum.

Vom Rand des Plateaus blickt man in die Schlucht: tief, mit fast senkrechten Wänden, die sich zwischen grünen Terrassen in die Ferne zieht. Gegenüber erhebt sich die Boljska Greda, eine der größten Felswände des Durmitor, knapp siebenhundert Meter Kalkstein. Unten fließt die Komarnica, von hier aus nicht zu sehen. Flussabwärts verschwindet sie im Nevidio – einer Klamm, die sich stellenweise auf etwa einen Meter verengt und in die bis Mitte der Sechziger niemand hinabgestiegen war.

Aussichtspunkt Babina Greda auf der Karte

Deep Komarnica canyon seen from Babina Greda viewpoint in Durmitor, Montenegro
Die Schlucht von Babina Greda aus. Die Wand gegenüber ist die Boljska Greda
Wildflowers on the edge of the cliff at Babina Greda viewpoint, Montenegro
Der Rand des Plateaus ist bis zum Abbruch mit Gras und kleinen Blumen bewachsen
Evening light over the meadow at Babina Greda viewpoint, Durmitor, Montenegro
Gras am Rand des Plateaus und die Berge auf der anderen Seite der Schlucht
Panorama of Durmitor mountains and canyon from Babina Greda viewpoint, Montenegro
Das Plateau bricht fast senkrecht in die Schlucht ab

Hier lässt es sich sehr angenehm sitzen – ich würde mindestens eine halbe Stunde einplanen. Der Ort ist bei Google Maps eingetragen, war aber völlig menschenleer: in der ganzen Zeit fuhr ein einziges Auto vorbei. Infrastruktur gibt es keine – kein Café, keine Toilette, keinen Mülleimer -, also Wasser mitbringen und Müll wieder mitnehmen. Ein Geländer am Abbruch fehlt ebenfalls, nah an den Rand sollte man nur vorsichtig gehen.

Praktische Informationen: Babina Greda Viewpoint

  • GPS: 43.1894, 18.8611
  • Wo: Abzweig von der Straße P14, rund 2,5 km von der Hauptroute
  • Straße: Schotter, bei trockenem Wetter aber mit einem normalen Auto befahrbar
  • Eintritt: frei
  • Dauer: ab einer halben Stunde
  • Wichtig: kein Geländer am Abgrund, schlechter Handyempfang. Kein Café, keine Toilette, keine Mülleimer

Zurück zum Sedlo – zum Sonnenuntergang

Fahren Sie zum Sonnenuntergang zurück auf den Pass: er sieht dann völlig anders aus als tagsüber.

Der Aufstieg von Plužine dauert etwa eine Stunde. Am besten kommt man rund anderthalb Stunden vor Sonnenuntergang an – dann bleibt Zeit, einen Platz zu finden und ein Stück am Grat entlangzugehen.

Bäume gibt es oben kaum – nur Gras, Steine und offene Hänge in alle Richtungen. Wenn die Sonne sinkt, wird der helle Kalkstein orange. Der Mond steht zu dieser Zeit oft schon über dem Kamm.

Golden evening light on the grassy slopes above the canyon at Sedlo Pass, Durmitor
Die Hänge über der Schlucht auf der Ostseite des Passes
Moon rising over a sunlit rocky peak at Sedlo Pass, Durmitor, Montenegro
Der Mond über dem Gipfel. Direkt von der Passstraße aus zu sehen

Von der Straße aus ist der Prutaš gut zu erkennen – ein Berg mit parallelen weißen Streifen über die ganze Wand. Das sind schräg stehende Kalksteinschichten, die an die Oberfläche getreten sind; der einheimische Name Šareni Pasovi bedeutet „bunte Gürtel“. An seinem Fuß liegt ein kleiner See.

Prutas peak with striped limestone layers in sunset light, Durmitor, Montenegro
Der Prutaš mit seiner gestreiften Wand. Unten an seinem Fuß liegt ein kleiner See
Rocky ridge at Sedlo Pass with the moon at dusk, Durmitor, Montenegro
Der Felsgrat über der Straße im letzten Licht
Rocky peak above the parking area at Sedlo Pass, Durmitor National Park, Montenegro
Der Gipfel direkt über dem Sedlo-Pass. An seinem Fuß verlaufen die Straße und der Parkplatz
Pink dusk sky over the peaks and grassland at Sedlo Pass, Durmitor, Montenegro
Nach Sonnenuntergang bleibt der Himmel noch gut vierzig Minuten rosa
Wooden bench at Sedlo Pass with the sun setting behind the ridge, Durmitor
Auf dem Pass stehen ein paar Bänke direkt am Weg
Wildflowers backlit by the setting sun at Sedlo Pass, Durmitor, Montenegro
Blumen an den Hängen des Passes

Ausführlich zum Pass gibt es einen eigenen Beitrag: Saddle Pass in Durmitor, Montenegro.

Was es sonst noch im Durmitor gibt

Wenn noch ein Tag bleibt:

  • Schwarzer See (Crno jezero) – der Hauptsee des Parks, eine halbe Stunde zu Fuß von Žabljak. Ein ebener Weg von rund dreieinhalb Kilometern führt darum herum und dauert eine Stunde
  • Đurđevića-Tara-Brücke – eine steinerne Bogenbrücke aus den Dreißigern über der Schlucht, etwa vierzig Kilometer von Žabljak
  • Die Tara-Schlucht – Rafting und Zipline, beides startet an der Brücke
  • Gletscherseen – Zminje, Zabojsko und andere, zu einigen führen kurze Wege von der Straße
  • Canyoning im Nevidio – nur mit Guide, kurze Saison, meist Juli bis September

Anreise nach Žabljak

  • Ab Podgorica: rund 150 km, 2,5-3 Stunden mit dem Auto. Die Strecke über Nikšić ist einfacher, die durch die Morača-Schlucht schöner
  • Ab Kotor und der Küste: 200-230 km, etwa 4 Stunden
  • Ab Belgrad oder Sarajevo: 7-9 Stunden mit dem Auto, es fahren auch Busse
  • Mit dem Bus: tägliche Verbindungen aus Podgorica und Nikšić, rund 4 Stunden
  • Mit der Bahn: bis Mojkovac, von dort Taxi oder Bus, etwa eine Stunde

Ein Auto ist hier praktisch unverzichtbar: weder zum Pass noch zu den Aussichtspunkten fährt öffentlicher Verkehr.

Praktische Informationen: Nationalpark Durmitor

  • Parkeintritt: 5 EUR pro Person, Kinder unter 7 frei
  • Jahreskarte: 13,50 EUR für alle Nationalparks des Landes
  • Parken am Schwarzen See: ab 3 EUR
  • Saison für P14 und Pass: etwa Mai bis Oktober, im Winter ist der Pass verschneit
  • Tankstellen: nur in Žabljak und Plužine, dazwischen keine einzige
  • Höhe von Žabljak: 1.456 m – die höchstgelegene Stadt des Balkans

Unterkunft

Žabljak ist klein, und fast alle Unterkünfte sind Apartments und Gästehäuser in Gehweite des Zentrums. Im Sommer sind sie früh ausgebucht, besonders am Wochenende.

  • Im Zentrum von Žabljak – praktisch ohne Auto: Geschäfte, Cafés und der Start des Wegs zum Schwarzen See liegen nebenan
  • Am Schwarzen See – einige Öko-Hütten und Campingplätze, ruhiger, aber in die Stadt muss man laufen oder fahren
  • Das Dorf Trsa – hinter dem Pass, näher an den Aussichtspunkten; gut, wenn man den Sonnenuntergang mitnehmen und nachts nicht mehr nach Žabljak zurückfahren will

Tipps

  • Oben ist es immer kühler als in der Stadt, abends hat es auf dem Pass um die zehn Grad – eine Jacke braucht man auch im August
  • In Žabljak tanken, bevor Sie auf die P14 fahren: zwischen Žabljak und Plužine gibt es keine Tankstelle
  • Offline-Karten herunterladen – auf dem Pass und an den Aussichtspunkten bricht das Netz weg
  • Bargeld dabeihaben: am Parkeingang werden Karten nicht immer akzeptiert
  • Die beste Reisezeit ist Ende Juni oder September: die Straßen sind offen und es sind weniger Leute unterwegs als im Juli und August
  • Ein voller Tag reicht für Seilbahn, Pass und beide Aussichtspunkte. Wer zusätzlich auf den Bobotov Kuk will, plant einen eigenen Tag ein

FAQ

Sind Žabljak und Durmitor dasselbe?

Nein. Žabljak ist eine Stadt, der Durmitor das Bergmassiv und der Nationalpark darum herum. Žabljak dient als Basis mit Unterkünften, Geschäften und Tankstelle, während alle wichtigen Orte außerhalb der Stadt im Park liegen.

Wie viel Zeit braucht man für den Durmitor?

Mindestens zwei Tage. Ein Tag reicht für die Seilbahn, die Fahrt über den Sedlo-Pass und die Aussichtspunkte Piva Canyon und Babina Greda. Der zweite ist für den Schwarzen See, die Tara-Schlucht oder den Aufstieg auf den Bobotov Kuk.

Kann man den Bobotov Kuk ohne Erfahrung besteigen?

Technische Ausrüstung braucht man nicht, aber die Tour ist anspruchsvoll: der letzte Kilometer führt über steiles Geröll, dazu ausgesetzte Bänder und Passagen mit Stahlseilen. Bei Höhenangst wählt man besser eine andere Tour oder bleibt bei der Seilbahn.

Fährt die Seilbahn Savin Kuk im Sommer?

Ja, im Sommer täglich von 10:00 bis 16:00, das Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet etwa 10 EUR. Bei Regen oder starkem Wind wird sie angehalten, und die zweite Sektion läuft nicht jeden Tag – an der Kasse nachfragen.

Ist die Straße P14 über den Sedlo-Pass schwierig zu fahren?

Die Straße ist asphaltiert, aber schmal, mit Schlaglöchern, unbeleuchteten Tunneln und Abgründen ohne Leitplanken. Mit einem normalen Pkw ist sie machbar, solange man sich Zeit lässt. Die Saison reicht etwa von Mai bis Oktober.

Was kostet der Eintritt in den Nationalpark Durmitor?

5 Euro pro Person, Kinder unter 7 Jahren frei. Die Jahreskarte für alle Nationalparks Montenegros kostet 13,50 Euro. Die Aussichtspunkte Piva Canyon und Babina Greda liegen außerhalb der Gebührenzone und sind frei zugänglich.

Wann fährt man am besten in den Durmitor?

Zwischen Juni und Oktober, solange der Pass offen ist. Ende Juni und September sind am angenehmsten: das Wetter ist stabil und es sind deutlich weniger Menschen unterwegs als in der Hochsaison.

Lohnt sich die Fahrt

Das Beste am Durmitor liegt entlang einer einzigen Straße, und die lässt sich an einem Tag abfahren: Seilbahn, Pass, zwei Aussichtspunkte, Sonnenuntergang. Schwierige Touren oder Vorbereitung braucht dafür niemand – nur ein Auto und genug Zeit.

Ein Tag ist allerdings knapp. Man will alle zehn Minuten anhalten und bleibt an den Aussichtspunkten meist länger als geplant, deshalb sind zwei Tage besser – mit Übernachtung in Žabljak oder in Trsa gleich hinter dem Pass. Wer zusätzlich auf den Bobotov Kuk möchte, braucht einen dritten.

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