Izmir, Türkei — Was man an einem Tag sehen kann: Basar, Moscheen, Aufzug und Fähre

Izmir ist die drittgrößte Stadt der Türkei — und trotzdem fahren die meisten Reisenden einfach durch, auf dem Weg nach Ephesos oder an die Küste. Schade drum. Ein einziger Tag reicht, um zu verstehen, warum die Einheimischen ihre Stadt so sehr lieben: alter Basar, osmanische Moscheen, ein Aufzug hoch über den Dächern und eine Abendfähre über die Bucht.

Praktische Informationen

  • Einreiseinfo für EU-Bürger: Türkei ist visumfrei — bis zu 90 Tage. Deutsche und Österreicher kommen auch mit dem Personalausweis rein, kein Reisepass nötig. Direktflüge nach Izmir (Flughafen ADB) gibt es ab Frankfurt, München und Düsseldorf — hauptsächlich mit SunExpress, Turkish Airlines und Pegasus.

Konak-Platz — der Ausgangspunkt

Wir starteten auf dem Konak Meydanı — einem weitläufigen, offenen Platz direkt am Wasser, mit Blick auf die Bucht, Palmen und dem markanten Uhrenturm Saat Kulesi im Mittelpunkt. Der Turm wurde 1901 zum 25-jährigen Regierungsjubiläum von Sultan Abdülhamid II. errichtet; das Uhrwerk war ein Geschenk von Kaiser Wilhelm II. Achteckiger Grundriss, vier Stockwerke, 25 Meter hoch — er steht da wie selbstverständlich, als hätte er den Platz schon immer besessen.

Uhrenturm auf dem Konak-Platz mit Palmen im Vordergrund
Konak Meydanı — der klassische erste Blick auf Izmir
Silhouette des Uhrenturms bei Sonnenuntergang
Der Uhrenturm kurz vor Sonnenuntergang — zu dieser Stunde besonders schön

Direkt daneben steht die kleine Yalı Camii, eine Moschee aus dem frühen 17. Jahrhundert (um 1615), mit wunderschönen Iznik-Kacheln an den Wänden.

Minarett der Yalı-Moschee am Konak-Platz
Yalı Camii — ein ruhiger Kontrast zum belebten Platz
Iznik-Kacheln in der Moschee, Nahaufnahme
Die Iznik-Kacheln der Yalı Camii — handgefertigt, fast 400 Jahre alt
Panorama des Konak-Platzes
Konak Meydanı im Überblick — Bucht, Turm, Palmen

Adresse: Konak Meydanı | GPS: 38.4189, 27.1287 | Anreise: Straßenbahn / Metro Konak | Google Maps

Kemeralti-Basar

Vom Konak-Platz sind es fünf Minuten zu Fuß. Der Kemeralti ist einer der ältesten Basare der Welt — Handel wurde hier schon in der Antike betrieben, die osmanische Struktur stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Name bedeutet übersetzt „unter dem Bogen“. Von den einst Hunderten von Karawansereien überlebten nach dem großen Brand von 1922 nur noch ein Dutzend. Seit 2020 steht der Basar auf der Vorschlagsliste der UNESCO.

Ich empfehle, morgens hinzugehen — da ist es noch nicht so voll und die Händler haben Zeit für ein Gespräch.

Straßenszene im Kemeralti-Basar
Kemeralti morgens — noch bevor die großen Gruppen ankommen
Gewürzladen im Kemeralti mit Kräutern und Gewürzen
Gewürze, getrocknete Kräuter, Berge von Nüssen — der Duft allein lohnt den Weg
Souvenirshop mit Laternen und Lampen
Handgefertigte Lampen und Laternen — ein beliebtes Mitbringsel

Adresse: Kemeraltı Çarşısı | GPS: 38.4210, 27.1340 | Öffnungszeiten: 09:00–19:00 Uhr | Google Maps

Kızlarağası Han — die Karawanserei von 1745

Der Kızlarağası Han ist einer der eindrucksvollsten Orte im Basar: eine steinerne Karawanserei, die 1745 von Hacı Beşir Ağa erbaut wurde. 258 Zimmer, ein riesiger Innenhof von 600 m² — heute beherbergt er kleine Geschäfte, Antiquitätenhändler und Cafés. Den Brand von 1922 überstand er, zwischen 1993 und 1995 wurde er aufwendig restauriert.

Eingang und Fassade des Kızlarağası Han
Das Eingangsportal des Kızlarağası Han — beeindruckende osmanische Steinmetzarbeit
Gewölbegang mit Läden im Kızlarağası Han
Schattiger Gewölbegang mit kleinen Geschäften auf beiden Seiten

!Antiquitätenladen im Kemeralti !Vintage-Radios und Gitarren im Kemeralti

*Antiquitäten, alte Radios, Gitarren — der Han ist ein Paradies für Stöberer*

Blick vom Dach des Kemeralti auf eine Moschee
Dachblick über die Dächer des Basars auf ein Minarett

GPS: 38.4215, 27.1330 | Eintritt: kostenlos | Google Maps

Der Filzkünstler — Keçe

Mitten im Basar fanden wir einen Meister der Filzkunst (türk. *keçe*) — einer der ältesten Textiltechniken der Welt. Seine Tradition kommt aus Ödemiş, einer Kleinstadt in der Ägäis-Region. Die Bilder zeigen tanzende Figuren, Vögel, lebhafte Szenen — alles aus Wolle, von Hand geformt.

Filzkunst mit tanzenden Figuren im Kemeralti
Tanzende Figuren aus Filz — jedes Stück ein Unikat
Porträt des Filzkünstlers bei der Arbeit
Der Meister bei der Arbeit — konzentriert, ruhig, präzise

!Filzkunst mit Vögeln !Gerahmte Filzkunstwerke

*Vögel und gerahmte Werke — perfekt als außergewöhnliches Mitbringsel*

GPS: 38.4218, 27.1338 | Google Maps

Die Moscheen im Kemeralti — Hisar und Şadırvanaltı

Zwei Moscheen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Eintritt ist kostenlos — Schuhe ausziehen, Schultern bedecken, das war’s.

Hisar Camii — die große Moschee von 1592

Die Hisar Camii wurde zwischen 1592 und 1598 erbaut und ist die größte Moschee im Stadtzentrum von Izmir. Die Kuppel ruht auf acht Säulen, flankiert von je drei weiteren Kuppeln auf jeder Seite. Das Innere ist weitläufig und still — ein schöner Kontrast zum lebhaften Basar draußen.

Innenraum der Hisar-Moschee mit Minbar
Innenraum der Hisar Camii — hohe Kuppeln, gedämpftes Licht
Kronleuchter in der Hisar-Moschee
Großer Kronleuchter unter der Hauptkuppel
Gebetshalle der Hisar-Moschee
Die weitläufige Gebetshalle — auch außerhalb der Gebetszeiten zugänglich
Innenraum der Şadırvanaltı-Moschee mit Sonnenlicht
Lichteinfall in der Şadırvanaltı Camii — stimmungsvoll und ruhig

Adresse: Hisar Camii | GPS: 38.4226, 27.1365 | Eintritt: kostenlos | Google Maps

Şadırvanaltı Camii — die Moschee mit dem Brunnen darunter

Die Şadırvanaltı Camii entstand 1636. Ihr Name bedeutet wörtlich „unter dem Brunnen“ — ein Sıdırvan, also ein ritueller Wasserbrunnenpavillon, befindet sich direkt darunter. Besonders sehenswert ist der Bogendurchgang mit Deckenmalereien aus den 1830er-Jahren.

Bemalte Decke im Durchgang der Şadırvanaltı-Moschee
Bogendurchgang mit Deckenmalereien aus dem 19. Jahrhundert

!Bemalte Decke mit Uhr im Kızlarağası Han !Kuppelmalerei mit Blumenmotiven

*Bemalte Kuppelgewölbe im Basar — ottomanische Dekorationskunst*

Eiserne Kuppel des Şadırvan
Die eiserne Kuppel des Brunnenpavillons
Innenhof der Şadırvanaltı-Moschee mit Bögen und Händlern
Innenhof der Moschee — Bögen, Händler, ruhiges Treiben

!Goldene Dekorationen in der Şadırvanaltı-Moschee !Kronleuchter und Mihrab

*Goldene Ornamente und der Mihrab — orientalische Pracht im Detail*

Adresse: Şadırvanaltı Camii | GPS: 38.4222, 27.1380 | Eintritt: kostenlos | Google Maps

Wo man in Izmir gut isst: Süßes und Gebäck

Reyhan Pastanesi — seit 1965

Die Reyhan Pastanesi in Alsancak ist eine Institution. Seit 1965, inzwischen in der dritten Generation, führt eine Familie aus dem Schwarzmeergebiet (Hemşin) diese Konditorei. Die Inneneinrichtung ist Rokoko-gelb und ein bisschen pompös — genau richtig. Ich bestellte das gelbe Sahnestück und bereute es keine Sekunde.

!Kuchenauslage in der Reyhan Pastanesi !Bunte Torten in der Reyhan Pastanesi

*Die Auslage der Reyhan Pastanesi — eine Entscheidung war unmöglich*

Gelber Kuchen auf einem Teller in der Reyhan Pastanesi
Das gelbe Sahnestück — leicht, süß, und definitiv einen zweiten Besuch wert

Adresse: Mustafa Enver Bey Cad. No:24, Alsancak | Öffnungszeiten: 07:00–01:00 Uhr | Google Maps

Çelebi Unlu Mamüller — Bombe und Bombisch

Neun Brüder aus Mardin — und ihre Bäckerei in Alsancak hat uns mit einer simplen Erfindung überrascht: der „Bomba“, einem Boyoz-Gebäck (ein klassisches Izmir-Frühstücksgebäck) gefüllt mit Schokolade. Es gibt auch den „Bombis“ — eine bunte, verspielte Version. An der Wand daneben: ein riesiges Drachen-Mural, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Bunte Bombis-Gebäckstücke bei Çelebi
Bombis — die bunte Variante des klassischen Boyoz
Schokoladen-Bomba-Gebäck bei Çelebi
Bomba mit Schokolade — einfach, aber unwiderstehlich
Bäckerofen bei Çelebi
Frisch aus dem Ofen — der Duft zieht einen förmlich in die Bäckerei
Drachenmural Street Art bei Nacht
Das Drachenmural nebenan — Izmir hat eine lebendige Straßenkunstszene

Adresse: Alsancak, Kıbrıs Şehitleri Cad. | Google Maps

Şambali — der Grieß-Kuchen mit Geschichte

Şambali ist ein Grießkuchen in Sirup — man kennt ihn auch als „Damaszener Honig“. Er hat eine geografische Herkunftsbezeichnung, enthält weder Eier noch Mehl und schmeckt intensiv süß, saftig, fast wie kandiert. Das bekannteste Lokal ist das Meşhur Hisarönü Şambalicisi, das seit 1942 im Kemeralti-Basar betreibt — und man merkt, dass die das schon ein Weilchen machen.

Goldgelbe Şambali-Stücke im Basar
Frisch geschnittener Şambali — goldgelb, saftig, süß

!Verschiedene Şambali-Sorten bei Hisarönü !Nahaufnahme eines Şambali-Kuchens

*Verschiedene Varianten des Şambali — mit Pistazien, mit Kokosflocken, pur*

Adresse: Meşhur Hisarönü Şambalicisi 1942’den Beri, Kemeraltı, Konak | Google Maps

Asansör — der historische Aufzug von 1907

Der Asansör ist ein Wahrzeichen Izmirs, das kaum jemand auf dem Radar hat. 1907 ließ der jüdische Kaufmann Nesim Levi Bayraklıoğlu diesen Aufzug bauen, um das steil abfallende Viertel mit der unteren Stadt zu verbinden — ein Höhenunterschied von 51 Metern. Angetrieben wurde er zunächst mit Dampf, die Ziegel kamen aus Marseille. 1993 wurde er restauriert und ist seither kostenlos zugänglich.

Oben wartet eine Terrasse mit einem der besten Panoramablicke auf Izmir und die Bucht — und ein Restaurant im klassischen Pavillon-Stil.

Blick auf den Asansör-Turm von unten
Der Asansör von unten — das Backsteingebäude fügt sich elegant ins Viertel ein
Asansör-Turm mit Efeu und Häusern
Der Turm im Wohnviertel — umrankt von Efeu, umgeben von Alltagsleben
Restaurantpavillon auf dem Dach des Asansör
Der Pavillon auf der Dachterrasse — hier trifft man sich zum Tee
Restaurantterrasse oben auf dem Asansör
Terrasse mit Blick — perfekt für eine Kaffeepause
Stadtpanorama vom Asansör-Turm
Izmir von oben — Dächer, Moscheen, die Bucht in der Ferne

!Blick über die Dächer auf die Bucht vom Asansör !Küstenpanorama vom Asansör

*Weiter Blick über die Stadt bis zur Küste*

!Buchtblick mit Dächern und Schiffen !Buchtpanorama vom Asansör

*Die Bucht von Izmir — Schiffe, Licht, weiter Horizont*

Vintage-Laterne vor dem Buchtpanorama
Vintage-Laterne auf der Terrasse — dieses Bild macht sich quasi von selbst

Adresse: Asansör, Konak | GPS: 38.4148, 27.1285 | Öffnungszeiten: 08:00–24:00 Uhr | Eintritt: kostenlos | Anreise: Metro Konak + ca. 15 Minuten zu Fuß; Busse 104, 157, 202, 253 | Google Maps

Dario-Moreno-Straße

Direkt beim Asansör liegt die nach dem Sänger Dario Moreno benannte Straße — gebürtig David Arugete, 1921 in Izmir geboren, später in Paris zu Berühmtheit gelangt. Sein bekanntestes Lied ist „İzmir’in Kavakları“ (Die Pappeln von Izmir). Die Straße mit ihren Wandmalereien, Cafés und der Gedenktafel steht für das multikulturelle Erbe dieser Stadt — griechisch, jüdisch, armenisch, osmanisch, alles in einem.

Straßencafés in der Dario-Moreno-Straße
Die Dario-Moreno-Straße — Cafés, Schatten, eine angenehme Langsamkeit
Wandbild in der Dario-Moreno-Straße
Wandmotiv zu Ehren von Dario Moreno
Gedenktafel für Dario Moreno
Gedenktafel — Izmir vergisst seine eigenen Legenden nicht

GPS: 38.4150, 27.1290 | Google Maps

Hoi Coffee — mein liebstes Café in Izmir

Ein bisschen versteckt im Viertel Karataş, aber sehr empfehlenswert: das Hoi Coffee. Samtcouches, alte Holzmöbel, gerahmte Porträts an den Wänden — Vintage-Charme ohne Affektiertheit. Der Kaffee war gut, die Atmosphäre noch besser.

Vintage-Sofa und Interieur im Hoi Coffee
Hoi Coffee — so sieht ein perfekter Nachmittagsstopp aus
Kaffeetasse auf einem orangefarbenen Tisch im Hoi Coffee
Kaffee im Hoi Coffee — einfach, aber mit Sorgfalt zubereitet

Adresse: Karataş, Konak | Google Maps

Die Fähre — Abendprogramm über die Bucht

Den Abend verbrachten wir auf der Fähre. IZDENIZ betreibt die Linie Konak–Karşıyaka — 20 Minuten über das Wasser, mit Blick auf die Skyline, Möwen, die mitfliegen, und dem Licht, das sich in der Bucht spiegelt.

Das Ticket kostet 30 TL (ca. 0,80 €) mit der Izmirim Kart oder 33,46 TL (ca. 0,90 €) ohne. Innerhalb von 90 Minuten ist die Weiterfahrt kostenlos inklusive. Regulär fährt die Fähre von 07:00 bis 20:00 Uhr, freitags und samstags gibt es auch Nachtfahrten.

Tipp: Eine Stunde vor Sonnenuntergang einsteigen — dann stimmt das Licht, und die Bucht zeigt sich von ihrer schönsten Seite.

Fährterminal Konak vom Wasser aus gesehen
Das Fährterminal Konak — Ausgangspunkt für die Überfahrt
Skyline von Izmir von der Fähre aus mit Leuchtturm
Izmir vom Wasser aus — Leuchtturm, Skyline, Abendhimmel
Panorama von der Fähre mit Möwe
Eine Möwe begleitet die Überfahrt — Izmir weiß, wie man sich in Szene setzt
Uferdenkmal von der Fähre aus gesehen
Blick zurück auf die Uferpromenade — die Stadt verabschiedet sich mit Stil

Route: Konak → Karşıyaka (20 Min.) | Konak → Bostanlı (25 Min.) | Preis: 30 TL / ca. 0,80 € (Izmirim Kart) | Zeiten: 07:00–20:00 Uhr, Fr/Sa auch nachts

Kordon-Promenade — Alsancak

Wer nach der Fährfahrt noch Energie hat: Die Kordon-Promenade in Alsancak ist ideal zum Abendspaziergang — Fahrradwege, Cafés direkt am Wasser, ein sanfter Wind vom Meer.

Google Maps

Anreise und Fortbewegung

Von Deutschland/Österreich/Schweiz:

Direktflüge nach Izmir (Flughafen ADB) gibt es ab Frankfurt, München und Düsseldorf — vor allem mit SunExpress, Turkish Airlines und Pegasus. Ab Wien und Zürich fliegen ebenfalls mehrere Airlines direkt. Die Flugzeit beträgt ca. 3 bis 3,5 Stunden.

Vom Flughafen in die Stadt:

Der Flughafen Adnan Menderes (ADB) liegt 18 km südlich des Zentrums. Optionen:

  • Bus 202 — günstig, direkt zum Konak-Platz
  • İZBAN (S-Bahn) — schnell und bequem
  • Taxi — ca. 300–400 TL (ca. 8–11 €)

Busse aus anderen türkischen Städten:

  • Istanbul → Izmir: ca. 6 Stunden
  • Antalya → Izmir: ca. 5–6 Stunden
  • Fethiye → Izmir: ca. 4 Stunden

Innerhalb von Izmir:

Metro, Straßenbahn und Busse decken alles ab. Die Izmirim Kart (wiederaufladbare Chipkarte) macht Fahrten günstiger und erspart das Kleingeld-Suchen.

Meine Tipps auf einen Blick

  • Beste Reisezeit: Frühling (April/Mai) oder Herbst (September/Oktober) — angenehme Temperaturen, kein Gedränge
  • Bequeme Schuhe mitnehmen — das Viertel rund um den Asansör ist steil
  • Izmirim Kart besorgen — für Fähre, Metro und Busse günstiger
  • Basar morgens besuchen — ruhiger, die Händler haben Zeit
  • Empfohlene Reihenfolge: Konak-Platz → Kemeralti-Basar → Moscheen → Şambali-Pause → Asansör → Hoi Coffee → Kordon → Fähre bei Sonnenuntergang

Tagesausflüge von Izmir:

  • Ephesos: ca. 1 Stunde
  • Çeşme: ca. 1,5 Stunden
  • Alaçatı: ca. 1,5 Stunden

FAQ

Wie kommt man von Deutschland nach Izmir?

Direktflüge gibt es ab Frankfurt, München und Düsseldorf — mit SunExpress, Turkish Airlines und Pegasus. Aus Wien und Zürich ebenfalls Direktverbindungen. Flugzeit ca. 3–3,5 Stunden.

Braucht man ein Visum?

Nein. EU-Bürger reisen visumfrei in die Türkei — bis zu 90 Tage. Deutsche und Österreicher können auch nur mit dem Personalausweis einreisen, ein Reisepass ist nicht zwingend erforderlich.

Wie komme ich vom Flughafen ins Zentrum?

Bus 202 oder İZBAN (S-Bahn) zum Konak-Platz. Ein Taxi kostet ca. 300–400 TL (ca. 8–11 €).

Wie viel Zeit braucht man für Izmir?

Ein Tag reicht für die wichtigsten Highlights. Zwei bis drei Tage empfehlen sich, wenn man Ephesos oder Çeşme kombinieren möchte.

Lohnt sich der Besuch wirklich?

Ja, unbedingt. Izmir ist keine klassische Touristenstadt — und das macht es gerade interessant. Eine echte, pulsierende Metropole mit Geschichte und eigenem Rhythmus.

Was sollte man unbedingt probieren?

Şambali, Boyoz, Bomba (Boyoz mit Schokolade) — und einen Kuchen bei Reyhan Pastanesi.

Wann ist die beste Reisezeit?

Frühling und Herbst. Im Sommer ist es sehr heiß (35°C+), im Winter mild aber manchmal regnerisch.

Ist Izmir sicher?

Ja — Izmir gilt als eine der sichersten Großstädte der Türkei. Die Stadt ist liberal, weltoffen und touristenfreundlich.

Braucht man die Izmirim Kart?

Nicht unbedingt — aber mit der Karte sind Fähre, Metro und Busse günstiger, und man spart sich das ständige Wechseln von Kleingeld.

Izmir ist die Art von Stadt, in die man nicht geplant zurückzukehren gedenkt — und dann denkt man plötzlich an den Şambali vom Basar, an den Tee auf der Asansör-Terrasse und an diese Fähre im Abendlicht. Und irgendwann kauft man wieder ein Ticket.

Anastasi Fink

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