Bergama, Türkei — Was man über die Pergamon-Akropolis hinaus sehen sollte

Anderthalb Stunden von Izmir entfernt habe ich die Strände mit Liegestühlen verlassen und mich in einer kleinen anatolischen Stadt wiedergefunden, wo an jeder Ecke Teppiche, antike Steine und der Geruch von frisch gebackenem Brot zu finden sind. Bergama. Die meisten Menschen kommen hierher wegen Pergamon auf dem Hügel, aber die Stadt selbst verdient einen eigenen Tag.

Straße in Bergama mit Blick auf den Akropolishügel — Teppichgeschäfte, alte Steinhäuser und Schilder zur Akropolis
Eine typische Bergama-Straße — Teppiche an den Fassaden, Steinhäuser und der Akropolishügel am Horizont

Über Bergama — Eine Stadt, die mehr ist als nur Pergamon

Bergama ist eine kleine Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern in der Provinz Izmir. Für die meisten Touristen ist es einfach ein Umschlagplatz auf dem Weg zur Pergamon-Akropolis — einer der wichtigsten antiken Städte Kleinasiens. Aber wenn man Bergama nur einen halben Tag Zeit gibt, enthüllt sich die Stadt völlig anders.

Hier im Stadtzentrum steht ein römischer Tempel für ägyptische Götter, in einem überdachten Basar aus dem 14. Jahrhundert serviert man eiskalten Saft aus schwarzen Maulbeeren, und in einem ehemaligen osmanischen Hamam aus dem 16. Jahrhundert gibt es jetzt ein Pergament-Museum — aus dem Material, das hier vor zweitausend Jahren erfunden wurde. Übrigens kommt das englische Wort parchment vom lateinischen pergamenum — «aus Pergamon».

2014 erhielt diese ganze «mehrschichtige Kulturlandschaft» — von antiken Ruinen bis zu osmanischen Vierteln — den Status eines UNESCO-Weltkulturerbes. Nicht nur die Akropolis, sondern die ganze Stadt.

Kızıl Avlu — Die Rote Basilika

Das erste, das ins Auge fällt, wenn man durch Bergama geht, sind massive rote Ziegelmauern, die überall sichtbar sind. Das ist Kızıl Avlu, die Rote Basilika (oder Roter Hof, wenn man wortwörtlich übersetzt) — eines der größten römischen Bauwerke, die in der antiken griechischen Welt erhalten sind.

Gesamtansicht der Roten Basilika in Bergama — massive rote Mauern und ein runder Turm in der Sonne
Kızıl Avlu in der Morgensonne. Der Umfang dieses Gebäudes — 60 auf 26 Meter — ist beeindruckend, selbst auf Fotos

Der Tempel wurde im 2. Jahrhundert n.Chr. gebaut, wahrscheinlich auf Befehl von Kaiser Hadrian. Ursprünglich war es ein Tempel für ägyptische Götter — Isis, Serapis und Osiris. Die Verwendung von roten Ziegeln in einem solchen Ausmaß war für Kleinasien ungewöhnlich, aber typisch für Rom, was darauf hindeutet, dass der Architekt speziell aus Italien gebracht wurde.

Zweitausend Jahre — und das Mauerwerk sieht aus, als ob es im letzten Jahrhundert fertiggestellt wurde

Der gesamte Komplex nahm einmal 270 auf 100 Meter ein — auf beiden Seiten des Haupttempels standen zwei runde Rotundatürme, die fast vollständig erhalten geblieben sind. Einer von ihnen beherbergt jetzt die Kurtuluş-Moschee.

Runder Rotundaturm der Roten Basilika in Nahaufnahme
Eine der zwei Rotunden. Sie beherbergt jetzt eine Moschee — und dies ist vielleicht die beste Illustration der «Schichten» von Geschichte, für die Bergama den UNESCO-Status erhielt

Im 5. Jahrhundert brannte der Tempel ab und eine christliche Basilika wurde innerhalb seiner Mauern gebaut — daher der Name. Innerhalb des Komplexes sind Fragmente von Reliefsteinen verstreut — Säulenkapitelle, Marmorblöcke mit Pflanzenverzierungen. Einfach auf dem Boden liegend, unter Olivenbäumen.

Innerer Durchgang von Kızıl Avlu — ein Besucher untersucht eine Informationstafel an der Mauer
Innerhalb des Komplexes — Informationstafeln sind vorhanden, aber der Umfang wird in Person besser gespürt

Antike Fragmente, die direkt auf dem Gelände liegen — ein Weinstock, der vor zweitausend Jahren in Stein gemeißelt wurde

Kapitelle und Marmorblöcke — Überreste der Tempeldekoration. Die Finesse der Schnitzereien ist beeindruckend

Die Hauptmauer von Kızıl Avlu mit Nischen und Bogendurchgängen von innen aus dem Innenhof
Die Hauptmauer von innen — man sieht Nischen, wo einst Statuen ägyptischer Götter standen
Die Mauer der Roten Basilika durch rosa Oleander-Blüten
Oleander an den Mauern von Kızıl Avlu — im Sommer ist es hier sehr schön
Der Turm von Kızıl Avlu durch blühende Bäume — Oleander und Kiefern
Die Rotunde im Grünen — Bergama ist eigentlich eine sehr grüne Stadt für diesen Teil der Türkei
Runder Turm von Kızıl Avlu durch Platanen-Äste
Dieselbe Rotunde aus einem anderen Winkel — man sieht die kuppelförmige Spitze

Praktische Information — Kızıl Avlu

Adresse: İslamsaray Mahallesi, Bergama, Izmir
GPS: 39.1219, 27.1833
Status: Seit Januar 2025 in Restaurierung. Geplante Eröffnung — 2026 mit neuem Besucherzentrum und Nachtbeleuchtung
Eintritt (vor Schließung): €3 für Ausländer
UNESCO: Ja, Teil der Stätte «Pergamon und seine mehrschichtige Kulturlandschaft» (2014)
Google Maps: Link

Die Straßen von Bergama — Teppiche, Stein und Katzen

Die Stadt selbst ist ein Labyrinth aus engen Gassen mit alten Steinhäusern. Viele Häuser sind griechisch, mit charakteristischen Erkern und hölzernen Fensterläden. Im Erdgeschoss sind Teppichgeschäfte. Teppiche sind überall hier: an Wänden, auf Balkonen, aufgehängt entlang der Gehwegen wie Flaggen.

Ein Fußgänger geht an einem Teppichgeschäft vorbei — Nahaufnahme heller Teppiche auf einem Seil
An so etwas vorbeigehen ist schwierig — die Farben sind unglaublich

Sie verkaufen hier nicht nur Teppiche — Körbe, Keramik, handgefertigte Taschen

Eingang zum Teppichgeschäft Selim — ein altes Haus mit Erker, Teppiche von Boden bis Dach
Selim’s Geschäft in einem alten Haus mit Erker — Teppiche buchstäblich vom Boden bis zum Dach
Steinhaus mit Teppichen und Taschen an der Fassade
Steinmauerwerk, hölzerne Türen und Teppiche — typische Fassade im alten Zentrum

Unter den Wohnhäusern gibt es echte architektonische Perlen — Gebäude aus dem 19. Jahrhundert mit Bogenfenstern und filigran gestalteten Balkonen. Viele von ihnen benötigen Restaurierung, aber genau das schafft die Atmosphäre der Unberührtheit, die man in populären Touristenorten nicht findet.

Ein schönes Gebäude aus dem 19. Jahrhundert an der Kreuzung — das Schild weist zum Kozak-Plateau. Im Hintergrund — der Akropolishügel

Eine Straße zur Akropolis — alte Steinhäuser, Akropol-Schild
Die Straße zur Akropolis führt durch ein altes Viertel — ruhige Straßen, Steinhäuser, fast keine Touristen
Pala-Kebab-Restaurant und alte Gebäude auf einer Bergama-Straße
Pala Kebab und die umliegenden Etablissements — das Zentrum von Bergama lebt sein normales Leben

Bergama Arastası — Ein überdachter Basar aus dem 14. Jahrhundert

Im Herzen der Stadt, buchstäblich Schritte von Kızıl Avlu entfernt, befindet sich Bergama Arastası — ein überdachter osmanischer Basar, der seit dem 14.–15. Jahrhundert existiert. Einst handelten hier Schuhmacher, Sattler, Schneider und Korbflechter. Jetzt sind es Souvenirs und Waren für Touristen, aber das Gebäude selbst ist beeindruckend.

Inneres des überdachten Basars Bergama Arastası — Holzbalken, Bogenfenster, Flaggen
Bergama Arastası von innen — Holzdecken, Bogenfenster, hohe Decke. Der Basar ist über 600 Jahre alt

Holzbalken, Glasfenster und gut restaurierter Raum. Tagsüber ist es kühl und ruhig

Praktische Information — Bergama Arastası

GPS: 39.12144, 27.17972
Eintritt: Kostenlos
Google Maps: Link

Der Platz beim Basar — Cafés, Platanen und dieser berühmte Saft

Neben Arastași gibt es einen kleinen Platz mit riesigen Platanen. Darunter befinden sich Cafés mit Holztischen und farbigen Stühlen. Dies ist der angenehmste Ort in der Stadt zum Ausruhen.

Platz mit Cafés unter Bäumen — ein Fahrrad, Tische, ruhige Atmosphäre
Der Platz beim Basar — Schatten der Platanen, ein Fahrrad bei einem Baum und keine Hektik
Café-Innenhof mit Laternen und Tischen unter Bäumen
Ein Innenhof eines der Cafés — Laternen, Schatten, Tee
Mitos Cafe auf dem Platz — Holzfassade, Kürbislampen, Tische draußen
Mitos Cafe — eine der atmosphärischen Einrichtungen auf dem Platz
Der Platz mit Cafés breiter — Menschen an Tischen, eine riesige Platane, farbige Tische
Einheimische sitzen stundenlang — Tee, Gespräche, ohne Eile

Das ist aber ein absolutes Muss. Das Getränk von Bergama ist Karadut Suyu, ein eiskalter Saft aus schwarzen Maulbeeren. Er wird in kleinen Glaskrügen serviert, eiskalt, dunkelrot und süßlich-sauer. Die Tradition geht auf die Osmanen zurück, als Säfte das Hauptgetränk waren. In Bergama ist es immer noch eine lebendige Tradition, kein Museumsstück.

Ein Glaskrug mit Maulbeerensaft auf einem Holztisch in einem Café
Der berühmte Karadut Suyu — Saft aus schwarzen Maulbeeren. Probieren Sie ihn unbedingt
In einem Café — Gläser mit Tee und Gewürzen, ein Verkäufer hinter der Theke
In den Cafés auf dem Platz — Gläser mit Tee und Gewürzen, alles natürlich
Kunstinstallation aus alten Schuhen an einem Baumstamm — farbige Tische darum
Jemand hat den Stamm einer Platane mit alten Schuhen dekoriert — solche Kleinigkeiten schaffen die Atmosphäre
Der Platz mit Moscheen-Minarett bei Sonnenuntergang — Bäume, Cafés, Sonne
Ein Moscheen-Minarett über dem Platz. Bei Sonnenuntergang ist es besonders schön

Bäckerei Kardelen und der Brunnen

Auf dem Weg zwischen den Sehenswürdigkeiten habe ich die Bäckerei Kardelen bemerkt — Bio-Brot direkt im Schaufenster, goldene Laibe sehen wie aus einem Kochbuch aus. Und daneben — ein alter Steinbrunnen (çeşme), einer jener, die überall in türkischen Städten für Reisende aufgestellt wurden.

Bäckerei Kardelen mit Bio-Brot und ein alter Çeşme — solche Brunnen standen einmal an jeder Ecke

Hacı Hekim Hamamı — Vom Hamam zum Pergament-Museum

Ein doppelkuppeliges Steingebäude neben dem Basar ist das Hacı Hekim Hamamı, ein 1513 erbautes Hamam. Über 200 Jahre war es ein öffentliches Bad, dann stand es lange leer. Und im Februar 2026 wurde es als Pergament-Museum (Parşömen Müzesi) eröffnet — das erste und einzige in der Türkei.

Doppelkuppeliges Hacı Hekim-Hamam-Gebäude — Steinmauern, orangefarbene Kuppeln
Die zwei Kuppeln des Hacı Hekim Hamamı — von außen sieht das Gebäude wie ein klassisches osmanisches Bad aus
Eingang zum Hacı Hekim Hamamı — ein Bogen, Holztür, Plakette mit dem Datum 1513
Über dem Eingang — das Datum: 1513. Innen gibt es jetzt eine Ausstellung über Pergament und Künstlerwerkstätten

Innen befindet sich eine Ausstellung, die von der Pergament-Herstellungstechnologie erzählt, vom Einweichen der Haut in Kalk bis zum finalen Polieren. Der gesamte Prozess dauert etwa einen Monat und wird immer noch von Hand durchgeführt.

Praktische Information — Parşömen Müzesi

Adresse: Neben Bergama Arastași
Eröffnung: 28. Februar 2026
Innen: Pergament-Ausstellung + Künstlerwerkstätten

Die Pergament-Werkstatt — Ein Wort, das hier erfunden wurde

Wenn Sie in der Stadt ein Schild für Bergama Parşömen sehen — gehen Sie hinein. Das ist eine Werkstatt, in der Pergament immer noch nach einer Technologie hergestellt wird, die zweitausend Jahre alt ist.

Die Geschichte ist wie folgt: Im 2. Jahrhundert v.Chr. verbot Ägypten die Papyrusexporte, um zu verhindern, dass die Bibliothek von Pergamon die Alexandriner übertrifft. Dann entwickelten sie in Pergamon eine Alternative — speziell behandeltes Leder, auf dem man von beiden Seiten schreiben konnte. Das Material wurde pergamenum genannt — «aus Pergamon». So wurde ein Wort geboren, das im Englischen zu parchment wurde, im Deutschen zu Pergament, im Französischen zu parchemin.

Bergama Parşömen Laden — Pergamon Parchment auf dem Schild, Fenster mit Souvenirs
Ein Schild in mehreren Sprachen, einschließlich Japanisch — Pergament aus Bergama ist weit über die Türkei hinaus bekannt

In der Werkstatt — Gemälde auf Pergament mit antiken Motiven. Jedes Werk wird von Hand angefertigt

2021 erhielt Pergament aus Bergama den Status einer geografischen Herkunftsbezeichnung (wie Champagne oder Parmesan). Jetzt läuft der Prozess der Aufnahme des Handwerks in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes.

Pergamon — Eine separate Geschichte

Zum antiken Pergamon-Akropolis auf dem Hügel über der Stadt — das ist eine separate Geschichte. Ich sage nur, dass man mit einer Seilbahn (Teleferik) direkt aus Bergamas Zentrum dorthin fahren kann. Die Fahrt dauert etwa 5 Minuten, und die Aussichten sind atemberaubend.

Das Theater mit Blick auf die Stadt und das Trajaneum auf der Spitze — es lohnt sich, wegen dieser Aussicht auf die Akropolis hochzugehen

Kurze Information zur Akropolis

Eintritt: €15 für Ausländer
Seilbahn: 500 TL einfache Fahrt (~€13), 800 TL Hin- und Rückfahrt (~€21)
Öffnungszeiten: 08:00–18:00
Google Maps: Link

Anfahrt nach Bergama

Ich bin von Izmir mit dem Auto gefahren — es sind etwa 107 km und eineinhalb Stunden auf der Straße Izmir–Çanakkale. Die Straße ist gut, das Fahren ist einfach.

Ohne Auto:

  • Bus aus Izmir: Direkte Busse vom Busbahnhof (Otogar), Fahrtdauer ~1 Stunde 20 Minuten, von $6–8
  • IZBAN + Bus: IZBAN-Zug zur Station Aliağa, dann Bus 835 nach Bergama (alle 30 Minuten). Gesamtzeit — etwa 2 Stunden, die budgetfreundlichste Option

Direktflüge nach Izmir aus Deutschland, Österreich und der Schweiz: Direktflüge sind von Frankfurt, München, Düsseldorf, Wien und Zürich zum Flughafen Izmir (ADB) verfügbar. Flugzeit von Frankfurt etwa 3,5 Stunden, von Wien etwa 3 Stunden. Budget-Airlines wie Ryanair, Pegasus und deutsche Carrier bieten wettbewerbsfähige Preise, besonders in der Nebensaison.

Tipps

  • Wie viel Zeit: Für die Stadt selbst (ohne Akropolis) reichen 3–4 Stunden. Mit der Akropolis — ein ganzer Tag
  • Beste Zeit: Morgens oder in der Abenddämmerung. Mittags im Sommer ist es sehr heiß
  • Was zu probieren: Karadut Suyu (Schwarzmaulbeersaft) auf dem Platz beim Basar — das ist ein Muss
  • Was zum Mitnehmen: Pergament-Produkte und handgewebte Teppiche
  • Für Fotografen: Das beste Licht ist am frühen Morgen für Kızıl Avlu (Ostlage) und zur Sonnenuntergangsstunde für den Café-Platz

Tipp für Fotografen: Bergama hat im Vergleich zu Ephesus oder Pamukkale fast keine Touristen. Das bedeutet saubere Bilder ohne Menschenmassen. Kommen Sie um 9 Uhr morgens — die Stadt ist bereits erwacht, aber Reisegruppen sind noch nicht angekommen.

FAQ

Wie komme ich von Izmir nach Bergama?

Mit dem Auto — eineinhalb Stunden auf der Autobahn (107 km). Ohne Auto — mit dem Bus vom Busbahnhof Izmir (~1 Stunde 20 Minuten, von $6) oder mit dem IZBAN-Zug nach Aliağa und dann Bus 835.

Wie viel Zeit brauche ich, um Bergama zu sehen?

Für die Stadt selbst ohne Akropolis — 3–4 Stunden. Wenn Sie die Fahrt zum Pergamon einschließen möchten — ein ganzer Tag. Ich habe etwa 5 Stunden in der Stadt verbracht, ohne zu eilen.

Was ist Karadut Suyu und wo kann ich es probieren?

Es ist ein eiskalter Saft aus schwarzen Maulbeeren — Bergamas charakteristisches Getränk seit der Osmanenzeit. Serviert in den Cafés auf dem Platz neben Bergama Arastași. Dunkelrot, süßlich-sauer, erfrischend.

Lohnt es sich, nach Bergama zu gehen, wenn man nur Pergamon sehen möchte?

Ja. Die Stadt selbst ist eine separate Erfahrung. Die Rote Basilika, Pergament-Werkstatt, überdachter Basar und Straßen mit alten Häusern sind es wert, früh anzukommen und sich Zeit zu nehmen.

Wann wird Kızıl Avlu nach der Restaurierung wieder geöffnet?

Geplante Eröffnung — 2026. Nach der Restaurierung werden ein Besucherzentrum, Wanderwege und Nachtbeleuchtung versprochen. Aktuelle Informationen finden Sie auf muze.gov.tr.

Kann ich Bergama auf eigene Faust besuchen?

Natürlich. Die Stadt ist kompakt, alle Sehenswürdigkeiten sind in Gehweite voneinander entfernt. Der öffentliche Nahverkehr aus Izmir läuft regelmäßig. Ein Mietwagen gibt Ihnen mehr Freiheit, ist aber nicht erforderlich.

Was ist Pergament und warum ist es mit Bergama verbunden?

Pergament — Schreibmaterial aus speziell behandeltem Leder — wurde im antiken Pergamon im 2. Jahrhundert v.Chr. als Ersatz für Papyrus entwickelt. Das Wort parchment selbst stammt vom lateinischen pergamenum. In Bergama gibt es immer noch Werkstätten, in denen es von Hand hergestellt wird.

Bergama versucht nicht, ein touristisches Schaufenster zu sein. Es gibt keine Lügner, aufdringliche Führer oder Restaurants mit Bildern von Gerichten am Eingang. Dies ist eine arbeitende anatolische Stadt, die einfach neben zweitausendjähriger Geschichte lebt. Und genau deshalb ist es hier so gut.

Anastasi fink

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